Keine Klima-Katastrophe: Der dänische Anti-Thunberg

Autorius: Sven Reuth Šaltinis: https://www.compact-online.de/... 2024-04-21 15:21:00, skaitė 703, komentavo 0

Keine Klima-Katastrophe: Der dänische Anti-Thunberg

Björn Lomborg ist die personifizierte Antithese zu den Klima-Apokalyptikern. Nun hat er in einem Interview mit der Welt vorgerechnet, dass die Kosten einer globalen Energiewende schier unbezahlbar sind. COMPACT-Spezial „Klima-Terroristen“ klärt auf, wie die Öko-Extremisten denken und wer sie bezahlt. Hier mehr erfahren.

Vor fünf Jahren begann der kometenhafte Aufstieg der schwedischen Klima-Ikone Greta Thunberg. Einer ihrer ersten Kritiker war der dänische Autor und Politologe Björn Lomborg. Die Forderungen Thunbergs seien unmoralisch und gefährlich, da der Kampf gegen die Erderwärmung schon jetzt viel zu viele Ressourcen binde, die man lieber in den Kampf gegen Hunger, Armut und Krankheiten stecken solle. Die Verringerung der in vielen Gebieten der Welt immer noch hohen Luftverschmutzung sei wichtiger als die Drosselung des Austosses von CO2-Emissionen.

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Die verlogenen Tagesschau-Faktenfinder

1997 wurde ein Interview mit dem Ökonomie-Professor Julian Lincoln Simon, einer Ikone der libertären Szene in den USA, im Magazin Wired zum Augenöffner für ihn. Der 1998 verstorbene Simon kritisiert schon seit den 70er Jahren den Katastrophismus des Club of Rome und vertrat die These, dass es auch in Zukunft den von den Öko-Apokalyptikern vorhergesagten Ressourcenmangel nicht geben werde, da der technologische Fortschritt in der Lage sei, zukünftige Mangelsituationen zu vermeiden.

Lomborg übernahm zahlreiche Thesen Simons. In seinem 2001 erschienenen Buch Apocalypse no! Wie sich die menschlichen Lebensgrundlagen wirklich entwickeln wies der Däne nach, dass sich der Zustand der Umwelt in den letzten 100 Jahren in vielen Bereichen verbessert hat. Die liberal-konservative Regierung Dänemarks unter dem Premier Anders Fogh Rasmussen richtete Lomborg 2002 sogar ein eigenes Institut für Umweltbeurteilung ein. Staatliche Förderung erhält der Politologe mittlerweile allerdings nicht mehr, sein privates Institut Copenhagen Consensus Center arbeitet ohne staatliche Zuschüsse.

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Hafen von Kopenhagen in Dänemark. Das skandinavische Land bietet echten Querdenkern viel mehr Freiräume als viele andere europäische Länder. Foto: Nick N A | Shutterstock.com.

Erst im vergangenen Jahr geisterte Lomborgs Namen wieder durch die deutsche Presse. Der „Tagesschau-Faktenfinder“ hatte sich auf Lomborg eingeschossen, weil dieser behauptet hatte, dass die weltweite Zahl der Toten bei Extremwetter rückläufig ist. Doch nicht die weit am linken Rand des politischen Spektrums stehenden „Faktenfinder“ hatten Recht, sondern Lomborg.

Die Tageszeitung Welt schrieb dazu: „Die Grafik der Todesopfer bei Extremwetter demonstriert spektakulären Fortschritt: Um mehr als 90 Prozent sind die Opferzahlen zurückgegangen, obwohl die Weltbevölkerung sich in der gleichen Zeit vervierfacht hat.“

Die Achillesferse der Erneuerbaren

In einem aktuellen Artikel für die Welt nimmt sich Lomborg die globale Klimapolitik vor, die er als extrem teuer und ineffektiv einstuft. Erneuerbare Energien verursachten hohe verdeckte Kosten, da ihr Ausbau immer auch von einer Ausweitung sündhaft teurer Reservekapazitäten begleitet werden müsse, die es für den Fall einer Dunkelflaute vorzuhalten gilt.

Auch eine zuverlässige Speicherung erneuerbarer Energien sei noch nicht in Sichtweite. Auch in diesem Punkt sei nur eines sicher, nämlich dass diese sehr teuer werde. Deshalb gehe der Ausbau erneuerbarer Energien auf globaler Ebene viel langsamer voran, als das in vielen Medienberichten dargestellt werde.

Lomborg dazu: „Im vergangenen Jahr produzierte China mehr zusätzlichen Strom aus Kohle als aus Sonnen- und Windenergie. In Indien war es dreimal so viel, während Bangladesch 13-mal mehr Kohlestrom bezog als aus grünen Energiequellen, und Indonesien erstaunliche 90-mal mehr. Wenn Solar- und Windenergie wirklich billiger wären, warum sollten diese Länder sich die Chance entgehen lassen? Weil es auf die Zuverlässigkeit ankommt.“

Nur Technologie bringt Durchbrüche

Lomborgs Fazit lautet auch hier: Es wäre besser, mehr zu forschen als Milliardensummen an Subventionen über dem Grünstrombereich auszuschütten. Er schreibt dazu:

„Wenn Solar- und Windenergie wirklich günstiger wären, würden sie die fossilen Brennstoffe ersetzen, ohne dass es eines großen Anschubs von Politik und Industrie bedürfte. (…) Nur ein deutlicher Technologieschub kann die notwendigen Durchbrüche bringen – beispielsweise bei der Reduzierung des Mülls, der Verbesserung der Batteriespeicherung und der Effizienz, aber auch bei anderen Technologien wie der modularen Kernenergie – die Energiequellen mit geringem CO₂-Ausstoß wirklich billiger als fossile Brennstoffe machen werden. Bis dahin sind Behauptungen, dass Wind und Sonne die fossilen Brennstoffe bereits überflügelt haben, reines Wunschdenken.“

Solche realistischen Einschätzungen reichen heute schon, um die Klima-Apokalyptiker in eine hasserfüllte Raserei zu versetzen. Wer die verschiedenen Menschheitsprobleme effizient und vor allem zu möglichst niedrigen Kosten lösen zu wollen, statt sich nur voll und ganz wie die Grünen der Klimahysterie zu ergeben, der gilt dann als „Klimaleugner“ und wird vom Mainstream nach allen Regeln der Kunst verleumdet. Was für eine verrückte Welt, in der wir leben!

Echte Aufklärung statt Propaganda: In COMPACT-Spezial „Klima-Terroristen“ erfahren Sie, wie die Öko-Extremisten denken und wer sie bezahlt. Hier mehr erfahren.